Jede und jeder braucht sie, einen extra Zuschuss für die Mund-Nasen-Schutze gibt es aber nicht. Die Maskenpflicht ist notwendig, trifft aber die Menschen am Existenzminimum besonders hart. Die Diergardt’sche Verwaltung hat es der Diakonie Düsseldorf darum ermöglicht, 5.000 Masken speziell für bedürftige Menschen zu beschaffen. Gestern wurde ein Teil davon bei der Evangelischen Tafelausgabe der Diakonie an der Zionskirche übergeben.

„Das ist eine große Hilfe, unsere Besucherinnen und Besucher sind dringend darauf angewiesen“, sagt Andrea Weigler, Leiterin der Tafelausgabe. „Wer drei oder vier Kinder hat, braucht im Alltag schnell 15 bis 20 wiederverwendbare Masken. Das ist von der Grundsicherung nicht mal eben so zu bezahlen.“ Neben der Lebensmittelausgabe profitieren beispielweise auch die Besucherinnen und Besucher der Tagesstätten für wohnungslose Menschen davon oder von der Diakonie betreute Familien im Bereich Hilfen zur Erziehung, die oft auch finanziell benachteiligt sind.

„Gerade nach den Lockerungen der Maßnahmen ist es wichtig, dass alle die Hygieneregeln einhalten können“, sagt Leopold Freiherr von Diergardt. „Das Tragen einer Schutzmaske gehört dazu, ich sehe dies vor allem als Ausdruck des Respekts vor anderen. Wir wollen es allen ermöglichen, das zu tun, ohne dadurch noch größere finanzielle Sorgen zu bekommen.“

2020-05-25T15:26:40+02:0025. Mai 2020|
Zurück zur Nachrichtenübersicht