Düsseldorf. In diesen Tagen werden die Infobriefe der Stadt Düsseldorf an tausende Seniorinnen und Senioren versandt, in denen das Impfprozedere im Detail erläutert wird. Über 35.000 Menschen über 80 Jahren leben in der Landeshauptstadt, nicht wenige von ihnen sind alleinstehend und haben keine Verwandten. Oder sie verfügen nur über geringe soziale Kontakte, haben einen Migrationshintergrund oder eine körperliche Einschränkung.

Viele Seniorinnen und Senioren sind aktuell verunsichert und mit der Situation und dem Impfprozedere überfordert. Sie haben Angst sich anzustecken oder wissen wenig über die anstehenden Impfungen. Es bestehe die berechtigte Sorge, dass sich Senioren aufgrund der Umstände und bürokratischen Hürden nicht impfen ließen, so die Befürchtung der Vertreter der Evangelischen und der Katholischen Kirche sowie die beiden christlichen Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie in der Landeshauptstadt.

„Wir erhalten täglich viele Anrufe von Senioren, die sehr beunruhigt sind und noch viele Fragen zur Impfung haben“, betont Caritasdirektor Henric Peeters. Wie erhalte ich einen Impftermin, wie melde ich mich an, wie komme ich zum Impfzentrum, wer kann mich begleiten oder kann ich auch zu Hause geimpft werden, sind nur einige Themen, mit denen die Sozialarbeiter der Caritas und Diakonie täglich konfrontiert sind.

Alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer werden dazu aufgerufen, im Sinne der Nächstenliebe mutig auf diese Senioren zuzugehen und Unterstützung und Hilfe bei der Impfung zu geben. Die Stadtgesellschaft müsse zusammenhalten, um Menschen zu stärken und zu motivieren, sich impfen zu lassen. Stadtdechant Frank Heidkamp: „Jeder von uns kennt doch einen älteren Nachbarn oder eine Seniorin aus der Pfarrgemeinde, der oder die sich über ein persönliches Unterstützungsangebot bezüglich der Impfung bestimmt freuen würde.“

Superintendent Heinrich Fucks ergänzt: „Zeigen Sie Solidarität, gehen Sie auf die Seniorinnen und Senioren zu und fragen Sie, ob Sie etwas tun können!“ „Seniorinnen und Senioren können sich bei Fragen selbstverständlich an die bewährten Strukturen von Caritas und Diakonie wenden, zum Beispiel stehen die zentren plus der Caritas und Diakonie täglich telefonisch von 10 bis 14 Uhr oder auch nach Terminvergabe persönlich mit Rat und Tat von der Terminkoordination bis zu Impfung zu Seite“, so Kirsten Hols, Vorstand der Düsseldorfer Diakonie. Selbstverständlich vermitteln auch die jeweiligen evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden Anfragen entsprechend weiter.

Weitere Informationen unter:

Info-Telefon des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf: 0800 081 82 83.

www.katholisches-duesseldorf.de oder telefonisch unter 0211 9010-20.

www.caritas-duesseldorf.de oder telefonisch unter 0211 1602-0 (Montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13.30 Uhr)

www.diakonie-duesseldorf.de oder telefonisch unter 0211 73530 (Montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 7.30 bis 16 Uhr)

Zentren plus der Caritas in den Stadtteilen: Bilk, Flingern, Hassels, Mörsenbroich, Oberbilk, Stockum, Unterrath und Wersten

Zentren plus der Diakonie in den Stadtteilen: Benrath, Derendorf-Golzheim, Flingern-Düsselthal, Garath, Gerresheim, Heerdt, Kaiserswerth, Lichtenbroich, Oberkassel und Vennhausen

2021-01-22T16:51:13+01:0022. Januar 2021|