Erneut hat uns die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vieles was uns wichtig und wertvoll ist, wird für einen Monat nicht mehr möglich sein und wir sollen unsere Kontakte wieder reduzieren. Was so einfach klingt, entpuppt sich als echte Herausforderung. Nicht wenige von uns fühlen sich allein mit ihren Ängsten und Fragen: Wer hört mir zu? An wen kann ich mich wenden? Aus diesem Grund werden einige evangelische Kirchen im November offen sein.

„Hier finden die Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt Orte der Ruhe und der Kraft. Im Gespräch mit Gott zu sein, bedeutet, eine Adresse zu haben für all die widersprüchlichen Gefühle, die Schmerzen und die Hoffnungen, die Wünsche und die Enttäuschungen. Die offenen Kirchen sind Orte des Gebetes, aber auch des Gesprächs. Denn so gut es tut, Gott sein Leid zu klagen, so wichtig ist es manchmal, ein menschliches Gegenüber zu haben. In den offenen Kirchen gibt es zum Teil Seelsorgende vor Ort. Immer ist es aber möglich, einen Termin für ein Gespräch zu vereinbaren“ sagt Pfarrerin Heike Schneidereit-Mauth, Scriba und Leiterin der Abteilung Seelsorge im Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf.

Diese evangelischen Kirchen in Düsseldorf öffnen ihre Türen und geben Raum für Gebet, Einkehr und Gespräch:

Offene Tersteegenkirche in Golzheim

Ein Lockdown ist derzeit für viele eine große Herausforderung, weckt Ängste und wirbelt das Leben durcheinander. Die Evangelische Tersteegen-Kirchengemeinde öffnet von montags bis freitags jeweils von 10 bis 12 Uhr die Tersteegenkirche, Tersteegenplatz 1, in Golzheim. Besucherinnen und Besucher finden hier den „Kraftort Kirche“ – einen Platz für Einkehr und Gebet. Hier können Sie sich stärken und erfahren Trost und Geborgenheit. Auf Wunsch stehen Seelsorgerinnen und Seelsorger zum Gespräch bereit.

Johanneskirche in Stadtmitte öffnet Kirchraum

Als Bethaus öffnet die evangelische Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, Stadtmitte, ihren Kirchraum dienstags bis samstags jeweils von 15 bis 18 Uhr. Auf Wunsch stehen unter Einhaltung der Coronaschutz- und Hygienevorschriften auch Seelsorgende zur Verfügung.
Außerdem ist es in dieser Zeit möglich, Gespräche zum Wiedereintritt in die Evangelische Kirche zu führen. Der Tag endet jeweils mit einer 10-Minuten-Andacht nach dem Läuten der Glocken um 18 Uhr. Der Zugang zur Johanneskirche ist über das Seitenportal West möglich.

Stille, Segen und Gebet in Unterrath

In der Evangelischen Kirchengemeinde Unterrath wird die frisch renovierte Petruskirche offen gehalten und täglich zum Abendgebet eingeladen. Sie können die Petruskirche als Ort der Stille genießen und am Ende des Tages zur Ruhe kommen. Beginn ist um 17.30 Uhr in der Petruskirche, Am Röttchen 10, Unterrath.
„Lock down? Open up!“ lautet der Titel des Abendgebets. Es wird für den jeweiligen Tag die von der Herrnhuter Brüdergemeine vorgesehene Bibelstelle gelesen und Fürbitten gebetet. Am Ende erhalten die Besucherinnen und Besucher einen Segen mit auf den Weg.

Offene Kirche und Beratung in Grafenberg und Düsseltal

Die Melanchthonkirche auf der Graf-Recke-Straße 211 in Düsseltal ist donnerstags von 12 bis 15 Uhr zugänglich für Meditation und Gebet. In der letzten Stunde steht Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann für Einzelgespräche zur Verfügung.
Die evangelische Oster-Kirchengemeinde bietet Beratungs- und Gesprächsangebote für Alltagsfragen, Behördenprobleme und Integrationsberatung.an. Das Quartiersprojekt „Nachbarschaft stiften“ öffnet im Stadtteiltreff das.RUND am Staufenplatz (Grafenberger Allee 404) in Grafenberg montags von 12 bis 14 Uhr und dienstags von 15 bis 17 Uhr. Anmeldungen und Rückfragen beantwortet Quartiersmanager Andreas Vollmert 0178 3114278 / andreas.vollmert@osterkirchengemeinde.de.

Offene Kirchen in der Altstadt und Derendorf

Die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte öffnet ihre Kirchen im Teil-Lockdown als orte der Ruhe und der Kraft. Die evangelische Kreuzkirche in Derendorf, Collenbachstraße 10, öffnet von Montag bis Freitag von 11 bis 13 Uhr und 17 bis 19 Uhr. Ehrenamtliche sind in der Kirche anwesend und vermitteln auf Wunsch seelsorgliche Gespräche mit Pfarrerin Brigitte Brühn und dem Pfarrteam.
Die Neanderkirche in der Altstadt, Bolkerstraße 36, ist in der Regel donnerstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr für Stille und Gebet geöffnet. Informationen zu den Öffnungszeiten gibt es unter  0211.566 29 60 und auf der Homepage düsseldorf-mitte.de.

Geöffnete Kirche zum Gebet in Düsseltal

Die Emmaus-Kirchengemeinde öffnet an drei Donnerstagen in den kommenden Wochen die Matthäikirche zum Gebet und stillen Verweilen: am 19. und 26. November sowie 17. Dezember in der Zeit von 13.00 bis 17.00 Uhr. Die Gemeinde möchte die Kirche gerade in der jetzigen schweren und zugleich besinnlichen Zeit als Ort auch jenseits der Gottesdienste öffnen.

Gute Gespräche bietet die Pop Up-Seelsorge in Flingern

Gerade in dieser Zeit tut es einfach gut, mal mit jemandem zu reden. Hier kommt die Pop Up-Seelsorge ins Spiel: ein Kooperationsprojekt von Evangelischem Kirchenkreis, Emmaus-Kirchengemeinde und Diakonie Düsseldorf. Freitags, das nächste Mal wieder am 13. November, stehen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen im Foyer der Versöhnungskirche, Platz der Diakonie 1, am Diakonie-Campus für gute Gespräche bereit. Die Pop Up-Seelsorge findet bis zum 11. Dezember statt, von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
Die Ehrenamtlichen sind seelsorglich geschult. Sie können sich gut auf die ganz unterschiedlichen Anliegen ihrer Gesprächspartner*innen  einstellen. Mal geht es zum Beispiel um Kurzarbeit und finanzielle Nöte, mal um Einsamkeit, Verunsicherung durch die sich ständig ändernden Verordnungen zum Schutz gegen die Pandemie.

2020-11-19T10:58:24+01:006. November 2020|
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