Die Fähigkeit zur Kontaktaufnahme, Zuhören können, empathisch sein und Menschen Erste Hilfe für die Seele zu geben, sind Grundvoraussetzungen für die Arbeit bei der Evangelischen Feuerwehr- und Notfallseelsorge.

Pfarrer Olaf Schaper, Leiter der Feuerwehr- und Notfallseelsorge, richtet sich in eine sechsminütigen Videobotschaft an Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr sowie an Ehrenamtliche der Notfallseelsorge. Er beschreibt, wie sich in Zeiten von Corona die Arbeit der Notfallseelsorge aufgrund von Begegnungsverbot und Kontaktsperre verändert.

Sehen Sie hier das Video auf dem YouTube-Kanal von Olaf Schaper.

„Probleme miteinander begehen“

Zu Schapers Aufgaben zählt es, auch den Einsatzkräften zu helfen, Krisen und Verlusterlebnisse im familiären Bereich und traumatische Ereignisse aus ihren beruflichen Einsätzen zu verarbeiten. Wenn die eigene Schwester plötzlich unerwartet stirbt oder bei einem Einsatz die Bilder eines schweren Autounfalls im Kopf hängen bleiben, kann ein Vier-Augen-Gespräch mit einem Seelsorger gut tun.

„Solche Gespräche kann ich gerade während der Corona-Kontaktsperre nicht mit meinem kleinen Büro im Haus der Kirche führen. Mir ist die Idee gekommen, mit Betroffenen am Rhein spazieren zu gehen. So ein Gang löst die Zunge und macht den Kopf frei“, sagt Schaper, der dieses Angebot auch nach der Corona-Zeit aufrechterhalten möchte.

Ehrenamtliche Notfallseelsorgende gesucht

Im Mai beginnt ein neuer Ausbildungskurs für Menschen, die sich zum ehrenamtlichen Notfallseelsorger und Notfallseelsorgerin ausbilden lassen möchten. Zuhören ist gefragt, Betroffenen zur Seite zu stehen am „schlimmsten Tag ihres Lebens“, Traurigkeit und Schmerz mit ihnen auszuhalten und Hilfe anzubieten beim Ordnen der Gedanken für die nächsten Schritte.

Bewerberinnen und Bewerber bei der Notfallseelsorge der Landeshauptstadt sollten in Düsseldorf wohnen, 30 bis 65 Jahre alt sein, der evangelischen oder katholischen Kirche angehören, einen Führerschein besitzen und über Fahrpraxis verfügen. Besonders willkommen sind Menschen aus einem sozialen Berufsfeld mit pädagogischer, theologischer, psychologischer und medizinischer Vorbildung.

Bis zum 15. Mai könnten sich Interessierte per Mail unter Notfallseelsorge@evdus.de informieren und bewerben um einen Ausbildungsplatz zum ehrenamtlichen Notfallseelsorger, ehrenamtlichen Notfallseelsorgerin

2020-05-04T10:58:06+02:004. Mai 2020|
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